Bezirksarbeitsprogramm 2019-20

Bezirksarbeitsprogramm 2019-2020

“Dem Morgenrot entgegen!”

Als verbandstragender Bezirk stehen wir für die Grundwerte des demokratischen Sozialismus ein. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für uns ebenso unveräußerlich wie die Ausrichtung der Jusos als sozialistischer, internationalistischer, antifaschistischer und feministischer Richtungsverband.

Dass die Große Koalition für uns Jusos keine Liebesheirat war, hat sich auch ein Jahr später noch nicht geändert. In der Großen Koalition werden Kompromisse an Stellen gemacht, die für uns Jusos nicht tragbar sind. Zum Beispiel wird der §219a nicht abgeschafft, sondern ergänzt. Dadurch wird Frauen* auch in Zukunft ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung durch ein sexistisches Gesetz abgesprochen und Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, haben weiterhin keine Rechtssicherheit. Aber auch bei Verschärfungen des Asylrechts und der inhumanen Geflüchtetenpolitik der CSU macht die SPD mit. Des Weiteren scheint es so, dass die SPD als einzige Partei in der Koalition wirklich arbeitet und etwas in der Gesellschaft verändern will. Eine umfassende Veränderung des Sozialstaates, wie sie von Andrea Nahles vorgeschlagen wurde, wird von der Union kritisiert und als zu teuer abgetan, während sie den Solidaritätszuschlag auch für die reichsten Menschen abschaffen wollen und damit fast doppelt so viele Kosten verursachen würde. Eine progressive Politik ist in einer Großen Koalition nicht möglich!

Auch die im Nachgang der Bundestagswahl 2018 versprochene Erneuerung der SPD kommt nur schleppend vorwärts. Trotz dessen ist es uns Jusos im November auf dem Bezirksparteitag der SPD in Nord-Niedersachsen gelungen eine Diskussion anzustoßen, die wir auch in dieser Legislatur fortsetzen werden. Unser Ziel bleibt es weiterhin die SPD durch einen umfassenden Erneuerungsprozess inhaltlich, strukturell und personell neu aufzustellen.

Mit Delara Burkhard und Tiemo Wölken hat die SPD bei ihrer Europawahlkonferenz zwei junge und kompetente Kandidat*innen für die kommende Europawahl aufgestellt. Bei dieser so entscheidenden Europawahl wollen wir an der Seite von Delara und Tiemo für ein soziales, offenes und solidarisches Europa kämpfen. Dazu wollen wir uns intensiv mit den Unterbezirken und Kreisverbänden vernetzten, um einen guten Wahlkampf auf die Beine zu stellen.

There is no planet B

In Zeiten, wo der Weltmüllberg immer weiter steigt, der Klimawandel sich breit macht und immer mehr Natur verschwindet, können und dürfen wir nicht weiter wegsehen. Es ist unsere Umwelt und unsere Zukunft, die es zu schützen gilt. Wir als Bezirk Nord-Niedersachsen sollten deshalb versuchen möglichst umweltfreundlich zu agieren, denn unser Bezirk wird, unter anderem von der Weser, der Nordsee und der Elbe eingegrenzt, die es zu schützen gilt. Als Folge dessen sehen wir auch die Elbvertiefung sehr kritisch, da diese den Lebensraum einiger Pflanzen und Tiere zerstört. Mit Deutschlands einzigem Tiefseehafen, gibt es auch eine Alternative zum Hamburger Hafen.

Dazu gehört für uns, auf vermeidbaren Müll zu verzichten und uns regional zu orientieren. Wer will schon, dass Tiere an unserem Müll ersticken? Oder unser Essen erst eine halbe Weltreise macht? Ab 2021 wird in der Europäischen Union ein Verbot gegen den Vertrieb und Erwerb von Einweg-Plastik in Kraft treten. Dieses beinhaltet Produkte, für die es eine Nicht-Plastik Alternative gibt. Dazu gehören Produkte wie Plastikgeschirr, Trinkhalme und andere Wegwerf-Plastikprodukte. Für all die genannten Produkte gibt es eine Alternative aus Papier!

Als verbandstragender Bezirk wollen wir deshalb mit gutem Beispiel voran gehen. Wir zeigen unsere Umwelt und das Wohlergehen von aller Lebewesen auf dieser Erde ist uns nicht egal. Wir wollen in Zukunft bei all unseren Veranstaltungen auf vermeidbares Plastik verzichten.

Aber auch die unberührte Natur, sowie Wald, Feld und Wiese gilt es zu schützen, diese sind nicht nur Lebensräume, sondern sichern unser Leben, durch z.B. sauberes Trinkwasser.

Um diese Orte zu wahren, gehört für uns dazu, dass beispielsweise auf Fracking und ähnliches verzichtet wird.

Antifaschist*in – für immer

Als antifaschistischer Richtungsverband treten wir gegen jede Art von menschenverachtendem Gedankengut ein. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der alle Menschen selbstbestimmt ohne Angst vor Diskriminierung leben können. Diesen Kampf führen wir in der Partei durch unsere inhaltliche Arbeit, aber auch auf der Straße durch die Teilnahme an Demonstrationen. So gehen viele Genoss*innen jährlich gegen den völkisch-antisemitischen sogenannten “Bund für Gotterkenntnis” (auch Ludendorffer*innen) auf die Straße und zeigen Flagge gegen faschistisches Gedankengut.

Aber auch innerhalb der SPD bringen wir uns mit antifaschistischen Positionen ein und versuchen ein stärkeres Bewusstsein für diese Probleme zu schaffen.

Im vergangenen Jahr hat der Bezirksvorstand für die antifaschistische Bildungsarbeit eine Gedenkstättenfahrt angeboten, die auf breites Interesse gestoßen ist. Deswegen werden wir auch dieses Jahr versuchen eine Gedenkstättenfahrt zu organisieren.

Für uns ist klar, dass es für faschistisches Gedankengut keinen Platz in unserer Vorstellung von einer guten Gesellschaft gibt.

Fight Antisemitism!

Im vergangenen Jahr häuften sich Angriffe gegen Jüd*innen, Holocaustleugner*innen bekamen die Möglichkeit sich öffentlich zu äußern und bei der Berichterstattung über den “Nahostkonflikt” wurde der tiefsitzende israelbezogene Antisemitismus deutlich. Dies alles sind Teile einer Entwicklung, die seit längerem immer gefährlichere Züge annimmt. So gefährliche, dass sich Jüd*innen in europäischen Ländern nicht mehr sicher fühlen. Die Reaktionen auf diese Entwicklung reichen meistens nicht über bloße Lippenbekenntnisse gegen Antisemitismus hinaus. Oft wird sogar Täter*innen-Opfer Umkehr betrieben. Das heißt, Jüd*innen wird zum Beispiel die Schuld an der Shoa oder heutzutage stattfindenden Übergriffen gegeben.

Israel, der als einziger demokratischer Staat im Nahen Osten und als einziger Staat der Jüd*innen Schutz vor Antisemitismus bietet, ist tagtäglich Raketenbeschüssen anderer terroristischer Handlungen und Vernichtungsdrohungen durch die Hamas und Hisbollah ausgesetzt. Dabei kann Israel wenig auf Unterstützung durch die internationale Staatengemeinschaft hoffen, da diese oft nichts Besseres zu tun hat als Israel zu verurteilen.

Als antifaschistischer und israelsolidarischer Richtungsverband ist es unsere Aufgabe antisemitische Strukturen zu kritisieren, lautstark für das Existenzrecht Israels einzutreten und gegen jede Form des Antisemitismus anzukämpfen!

Um für Antisemitismus ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen, bietet der Bezirksvorstand in diesem Jahr ein Seminar rund um das Thema Antisemitismus in der Gesellschaft an.

Für uns ist klar: Wherever we stand, we stand with Israel.

Awareness schaffen

Wir Jusos im Bezirk Nord-Niedersachsen setzten uns gegen jede Art von diskriminierenden Verhalten ein. Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homo- und Trans*phobie treten wir entschieden entgegen.

Deswegen haben wir uns in den vergangenen Jahren um die Etablierung einer guten Awarenessarbeit in unserem Bezirk gekümmert. Wir führen auf all unseren Seminaren Geschlechterplena durch, haben ein Awareness-Team und versuchen in unserer inhaltlichen Arbeit immer wieder den Aspekt der Gleichberechtigung einzugehen. Keine*r soll sich auf unseren Veranstaltungen ausgegrenzt fühlen. Sollte es doch zu diskriminierenden Verhalten kommen, wollen wir Hilfestellung und Schutzräume anbieten. Außerdem wollen wir daran arbeiten noch bestehende Barrieren auf unseren Veranstaltungen weiter abzubauen, damit alle Menschen die gleichen Möglichkeiten und Zugänge auf unseren Veranstaltungen haben. Dafür wollen wir eng mit dem Awareness-Team der Jusos Nord-Niedersachsen zusammenarbeiten und uns auch auf Vorstandsinternen Veranstaltungen in dieser Thematik weiterbilden.

Let’s make Europe great again!

Mit dem Brexit im März und den Europawahlen im Mai stehen im Jahr 2019 wichtige historische Veränderungen in der Europäischen Union bevor.

Mit unserem Selbstverständnis als internationalistischer Richtungsverband innerhalb Europas und Deutschlands befürworten wir die europäische Idee: Offene Grenzen, Freiheit, Vielfalt, Austausch der Kulturen, vieles mehr – all das sind Erfolge der EU, von der auch gerade wir jungen Menschen profitieren können. Bei der Europawahl 2019 geht es darum für diese europäische Idee einzutreten und für unsere Werte gegen jene Kräfte und Populist*innen zu kämpfen, die dieses Europa zerstören wollen.

Viele Facetten und Erfolge der EU sind einer breiten Masse von Menschen unbekannt. Für Viele ist die EU etwas Fremdes, weit entferntes. Hieraus ergibt sich für die Jusos der Auftrag zum Thema Europa mehr Aufklärungsarbeit zu leisten. Für die Zukunft Europas wollen wir im Jahr 2019 neue Ideen und Konzepte erarbeiten.

Feminism is not a dirty word!

Als feministischer Richtungsverband widmen wir uns auch im nächsten Jahr dem Feminismus auf vielen verschiedenen Wegen. So wollen wir bei unseren Seminaren weiterhin den Lila-Leitfaden nutzen. Das heißt, dass wir bei unseren Seminaren bei allen Themen uns immer einen feministischen Blickwinkel bewahren. Dazu gehört für uns ebenso vermehrt Themen anzusprechen, die Frauen* interessieren, um zum einen mehr Frauen* bei den Jusos zu gewinnen und zum anderen sie dabei zu unterstützen in ihren Themen Expertinnen* zu werden.

Des Weiteren wollen wir im nächsten Jahr dafür arbeiten, dass wir insgesamt gemeinsam mehr weibliche Mitglieder gewinnen und Frauen* für die Vorstandsarbeit gewinnen. Dazu gehört für uns eine Frauen*förderung. Wir wollen bei Seminaren dazu beitragen Skills zu erlernen sowie thematisch zu schulen und als weibliche Vorstandsmitglieder immer offen und ansprechbar für euch zu sein. Genauso wichtig ist für uns die Frauen*vernetzung, denn nur gemeinsam sind wir stark! So wollen wir sowohl die Frauen* im Bezirk Nord-Niedersachsen miteinander vernetzen, als auch an den Frauen*vernetzungen auf Landes- und Bundesebene teilnehmen.

Immer wieder müssen wir Jusos aus dem Bezirk ziehen lassen, wenn diese ihr Studium beginnen oder aber wenn nach der Ausbildung in Schichtarbeit gearbeitet wird. Viele Vorstände müssen sich dadurch immer wieder neu konstituieren. Dazu gewinnen wir im Bezirk derzeit nur wenige Frauen* als Neumitglieder. All’ das führt dazu, dass in vielen Vorständen die bei der SPD festgeschriebene Quote nicht mehr eingehalten wird. Wir wollen die Unterbezirke und Kreisvereine dabei unterstützen potenzielle Vorstandsmitglieder, insbesondere Frauen, dabei unterstützen gut arbeiten zu können und sie empowern, dass sie kandidieren. Dazu soll u.a. die Frauen*förderung und -vernetzung, aber auch unser Skills-Seminar beisteuern. Nichtsdestotrotz müssen wir überlegen, wie wir übermäßig männliche Vorstände dazu motivieren, Frauen* aktiv für die Jusos, die SPD sowie die Vorstandsarbeit in einem zu gewinnen.

Juso-Schüli, -Azubi und FSJ’ler*innen AG auf Bezirksebene

Da sich im vergangenen Jahr die JSAG auf Landesebene wiedergegründet hat, wird es so langsam Zeit auch die Schülis, Azubis und Freiwilligendienstableistenden auf Bezirksebene zu vernetzten und zu stärken. Damit ihre Inhalte zur derzeitigen Lebenssituation bezogen auf Bildung und Ausbildung als Schwerpunkte mehr Aufmerksamkeit erhalten und ausgearbeitet werden.

Vor allem die Bildung der JSAG auf Bezirksebene soll daher im Vordergrund stehen.

#Europaistdieantwort

Beim Europa-Wahlkampf wollen wir eine eigene Kampagne aufbauen. Diese wird eng mit der Kampagne des Bundesvorstandes der Jusos verknüpft sein und aktiv mitgetragen werden.

Unsere eigene Europa-Kampagne soll hauptsächlich eine Online-Kampagne sein. Es soll auch, sofern dies finanziell möglich wird, Aktionsangebote mit Material für die Unterbezirke und Kreisvereine geben sowie zeitgleiche Aktionen an verschiedenen Orten. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Kreisvereine und Unterbezirke von ihren SPD-Gliederungen ein Juso-Wahlkampfbudget erhalten – bei der Durchfechtung dessen werden wir unterstützen. Trotz dessen werden wir einen Grundstock an Material bereitstellen.

Wir werden die beiden Juso-Kandidat*innen Tiemo Wölken und Delara Burkhardt unterstützen, die auf vorderen Listenplätzen der SPD stehen. Dazu werden wir eine Veranstaltung mit Tiemo planen und durchführen. Neben der Unterstützung der Juso-Kandidat*innen im Bezirk, wollen wir uns während des Wahlkampfes auch mit den anderen niedersächsischen Bezirken und Bremen (die zeitgleich ihre Bürgerschaftswahl haben) austauschen und unterstützen.

Wir wollen die Europa-Kampagne auch dazu nutzen neue Jusos im Bezirk zu gewinnen sowie Interessierte weiterhin zu binden.

Der Juso-Bezirksvorstand kann während des Wahlkampfes zur Vernetzung von Personal und Unterstützung bei organisatorischen Angelegenheiten beitragen. Um eine möglichst hohe Reichweite für Postings in den sozialen Medien zu erreichen, wollen wir eine Online-Guerilla-Gruppe einrichten, die unsere Postings liket, verbreitet und kommentiert – nur so können wir den Facebook-Algorithmus für uns nutzen und gehen nicht unter. Eine zweite Guerilla-Gruppe soll eingerichtet werden, damit sich vor Aktionen ausgetauscht werden kann und wo schnell personelle Unterstützung angefragt werden kann, wenn es irgendwo eng wird. Wir erhalten vom SPD-Bezirksvorstand ein Budget für den Wahlkampf. Damit werden wir im Wesentlichen Merchandise und Material finanzieren. Die Unterbezirke und Kreisvereine sollen hiervon Material für Aktionen zur Verfügung bekommen. Durch gemeinsame Bestellungen aller Unterbezirke, Kreisvereine und des Bezirkes, wollen wir günstig Material beschaffen. Das Geld soll aber auch für Aktionen des Bezirksvorstandes zur Verfügung stehen, auch im Rahmen des Europa-Seminars am 4. Mai – denn wir stehen auf der guten Seite der Macht!

social(ist) media

Wir wollen unsere erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit fortführen und optimieren. Unseren regelmäßigen Content auf den verschiedenen Plattformen möchten wir mit Hilfe eines strikteren Postingplans insgesamt stärker koordinieren, aber auch an die verschiedenen Algorithmen anpassen. Dadurch möchten wir nicht nur unsere Reichweite vergrößern, sondern auch unsere Zielgruppe. Instagram möchten wir weiterhin verwenden um gezielt progressive Themen zu setzen, über Veranstaltungen oder Kandidaturen zu informieren, unsere Mitglieder in den Storys mitzunehmen und inhaltlich einzubinden.

Auch Facebook wollen wir weiterhin als Instrument zur Basisbefragung nutzen. Darüber hinaus möchten wir dort eine Abgrenzung zu unserem Instagram-Content schaffen. Dies möchten wir erreichen, indem wir verstärkt Texte posten und von der eigentlichen Bezirksvorstandsarbeit berichten. Um uns als Bezirk insgesamt besser zu präsentieren, werden wir auch den Unterbezirken und Kreisvereinen Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit anbieten. Ein erster Schritt hierfür wird bei unserem Seminar „Jugend in der Politik“ getan werden.

Unseren Newsletter möchten wir in Form des „Jungsozialist*in“-Magazins fortführen. Dieses soll weiterhin über die Arbeit des Bezirksvorstandes, aber auch der Unterbezirke und Kreisvereine informieren. Mit dem Verbandsmagazin möchten wir unsere Mitglieder auf dem Laufenden halten und miteinander vernetzen. Außerdem soll das Magazin dazu dienen unsere Themen und Inhalte zu verbreiten. Auch Gastautor*innen wollen wir in Zukunft eine noch größere Plattform bieten in Form von Meinungsartikeln.

Nachdem wir unsere Homepage im vergangenen Jahr umgebaut haben, möchten wir diese weiterhin aktuell halten. Den Seminarpool auf eben dieser möchten wir weiter ausbauen. Um unsere Themen auch analog verbreiten zu können werden wir Merchandise in Form von Stickern bereitstellen. Bei der Auswahl der Designs und Botschaften dieser werden wir unsere Mitglieder mit einbeziehen. Neben Flyern zu den Seminaren des kommenden Jahres möchten wir außerdem Neumitglieder-Mappen erstellen.

Zusammenarbeit mit den verschiedensten Ebenen

Zusammenarbeit mit den Unterbezirken und Kreisverbänden

Auch im nächsten Jahr wollen wir mit den Unterbezirken und Kreisvereinen unseres Bezirkes eine enge Zusammenarbeit pflegen. Dazu gehört, dass alle Personen des Bezirksvorstandes mindestens eine Zuständigkeit für einen Unterbezirk oder Kreisverein erhalten. Dies soll dazu beitragen, dass ein enger Austausch zwischen dem Bezirk und seinen Untergliederungen gewährleistet wird, vor allem wenn aus einem Unterbezirk oder Kreisverein kein*e Vertreter*in im Vorstand ist. So soll weiterhin gewährleistet werden, dass durch einen permanenten Austausch alle Anliegen, Wünsche, aber auch Kritik schnell gehört werden und zügig reagiert werden kann.

Weiterhin wollen wir unser Verbandsmagazin noch viel weiter zu einem solchen ausbauen. Die Themen, Expert*innen sowie Ideen für Rubriken sollen aus den Unterbezirken und Kreisvereinen kommen. Dazu wollen wir vor allem noch inhaltlicher arbeiten. Neben den Seminaren wollen wir so eine verbandsinterne Weiterbildung ermöglichen, die jederzeit abrufbar ist. Wir wollen auch – um das Heft interessant zu gestalten – noch mehr Gastbeiträge bieten.

Weiterhin wollen wir den Seminarpool so weit ausbauen, dass die Referate, Planspiele und (Kurz-)Einführungen von euch für AG-Sitzungen, Veranstaltungen und UB- oder KV-Sitzungen genutzt werden können. Gerne stellen wir als Bezirksvorstand auch den*die Referent*in oder bauen den Kontakt dazu auf. Außerdem soll es Kurz-Merkblätter zur Unterstützung der Unterbezirke und Kreisvereine geben, die ebenso für neue Vorstände nützlich sein sollen. Dazu wollen wir auch zum einen ein “Neumitglied?”-Howto und zum anderen ein “Neu im Vorstand?”-Howto als Webausgaben bereitstellen, damit sie schnell gefunden, sowie gut und überall genutzt werden können.

Wir wollen auch weiterhin mit unseren Unterbezirken und Kreisvereinen einen regelmäßigen Austausch pflegen, so sollen die Vorsitzenden zu den Klausurtagungen des Bezirksvorstandes eingeladen werden als auch zu Telefonkonferenzen vom Bezirksvorstand mit den Unterbezirks- und Kreisvereinsvorsitzenden.

Neben dem regelmäßigen Austausch von Unterbezirks- und Kreisvereinsvorsitzenden mit dem Bezirksvorstand, soll auch der Austausch der Unterbezirke und Kreisvereine untereinander aufgebaut und ausgebaut werden. Wir wollen als kleiner Bezirk so gut vernetzt sein, dass wir weiterhin als eine Einheit auftreten können, denn nur so sind wir stark. Dazu gehört aber auch uns gegenseitig bei Veranstaltungen und Seminaren zu unterstützen sowie zu besuchen.

Unser erstes Seminar “Jugend in der Politik” soll auch dazu dienen den Unterbezirks- und Kreisvereinsvorsitzenden und weiteren Mitgliedern des Vorstandes Skills und Wissen mit an die Hand zu geben. Weiterhin wird der Bezirksvorstand sich weiterhin als Service-Ebene verstehen. Personelle Unterstützung leisten und organisieren bei z.B. Tagesseminaren, inhaltlichen Sitzungen und Unterstützung bei Aktionen oder Neumitgliedergewinnung. Wir werden auch ein Kickstart-Programm für inaktive UBs, KVs und AGs entwickeln, um vor Ort zu unterstützen, z.B. durch Material, Unterstützung bei Veranstaltungen zur Mitgliedergewinnung, bei der Organisation von Veranstaltungen etc.

Zusammenarbeit mit den anderen niedersächsischen Bezirken und Bremen

Mit den anderen drei niedersächsischen Bezirken und Bremen wollen wir in Zukunft eine engere Vernetzung und Austausch führen. Dies könnte zum Beispiel durch gemeinsame Seminare, einen gemeinsamen Referent*innenpool oder Austausch auf verschiedenen Veranstaltungen sein. Wir wollen die letzte gemeinsame Bundeskongress-Delegation reflektieren und auf Grundlage dessen erneut eine gemeinsame Delegation der niedersächsischen Bezirke bilden.

Außerdem wollen wir versuchen wieder ein Seminar mit dem Bezirk Weser-Ems zum Thema Asyl zu organisieren.

Wir werden die Jusos Bremen und ihre Kandidierenden beim Bürgerschaftswahlkampf unterstützen.

Zusammenarbeit mit der Landesebene

Auch mit dem Landesvorstand wollen wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit führen. Durch die Kooptierung der Landesvorstandsmitglieder aus Nord-Niedersachsen wollen wir zum einen gewährleisten, dass es einen noch besseren Austausch zwischen beiden Vorständen gibt sowie auch gewährleisten, dass zukünftig keine Terminüberschneidungen mehr stattfinden und der Bezirk nicht der leidtragende hiervon ist. Wir wollen weiterhin dafür Sorge tragen, dass alle Bezirke vom Landesverband ernst genommen werden.

Außerdem wollen wir mit Interessierten aus dem Bezirk die Landesverbandswochenenden besuchen, um sich mit anderen aktiven Jusos in Niedersachsen noch besser zu vernetzen.

Die kooptieren Landesvorstandsmitglieder aus Nord-Niedersachsen sollen dem Vorstand regelmäßig berichten, um einen guten Austausch zu ermöglichen.

Zusammenarbeit mit der Bundesebene

Auch mit der Bundesebene wollen wir weiterhin eine gute Zusammenarbeit fortführen. Insbesondere mit Kathi wollen wir uns weiterhin austauschen und sie in ihrer Arbeit im Bundesvorstand weiterhin unterstützen.

Die Arbeit des Bundesvorstandes wollen wir unterstützen, gerade im Wahlkampf wollen wir ihre Inhalte teilen, eigene Sharepics zu den vom Bundesverband priorisierten Themen erstellen und die Unterbezirke und Kreisvereine dazu anhalten uns dies gleichzutun.

Auch an den Bundesverbandswochenden, Konferenzen, Telefonkonferenzen und weiteren Veranstaltungen des Bundesverbandes wollen wir besser teilnehmen als im letzten Jahr. Wir wollen uns bei den Projekten Sozialismus, Feminismus und Inneres des Bundesverbandes einbringen und die nord-niedersächsische Perspektiven und Ideen einbringen. Den Austausch innerhalb und mit dem Bundesverband wollen wir ausbauen und intensivieren.

Zusammenarbeit mit der Bezirks-SPD

Mit der Bezirks-SPD, insbesondere dem neuen Vorstand wollen wir als Jusos kritisch, aber konstruktiv umgehen. Wir werden dem Bezirk Feuer machen, den beim letzten Bezirksparteitag angenommenen Antrag zur Erneuerung der SPD einzuhalten und auch die Positionen bei Parteitagen zu tragen. Außerdem erwarten wir – und werden dies einfordern, dass uns kommuniziert wird, wer im Vorstand für was zuständig ist und wer für uns wofür Ansprechpartner*in ist. Wir wollen versuchen für ein festes Juso-Budget auf Bezirksebene zu kämpfen, wovon auch die Unterbezirke und Kreisvereine mit Material profitieren könnten. Wir wollen mit Hilfe unserer Juso-Vertreter*innen im Bezirksvorstand Ideen vordenken und Themenschwerpunkte mitsetzen.

Mit dem Vorstand und dem geschäftsführenden Vorstand wollen wir weiterhin eine gute und faire Zusammenarbeit führen und werden dies auch für uns einfordern.

Politische Bildung der Jusos Nord-Niedersachsen

Seminare 2019

Politische Bildung ist für uns gerade heutzutage besonders wichtig. In Zeiten in denen wichtige Grundwerte angegriffen werden.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, unseren Mitgliedern und an den Jusos interessieren Menschen einen sozialen Blickwinkel auf politische und ethische Fragestellungen zu ermöglichen. Wir wollen Menschen für die Juso-Arbeit wichtige Skills mit auf den Weg geben, damit sie gestärkt in die Juso-Arbeit einsteigen können.

Unser erstes Seminar dieses Jahr wird also traditionell wieder das Seminar „Jugend in der Politik“ sein. Dieses wird am 30. und 31. März in Rotenburg stattfinden. Hier werden wir Skills für Neumitglieder und auch für die Vorstandsarbeit, anbieten.

Ein zweites Wochenendseminar wird es in diesem Jahr zum Thema „Kommunalpolitik“ geben, dieses soll am 5. und 6. Oktober 2019 in der Jugendherberge Otterndorf stattfinden.

Auch in diesem Jahr wollen wir gerne wieder mit dem Juso-Bezirk Weser-Ems ein Seminar veranstalten. Dieses wird voraussichtlich im Juni in Oldenburg-Land stattfinden. Außerdem sind im nächsten Jahr zwei inhaltliche Tagesseminare geplant. In Vorbereitung auf die kommende Europawahl wollen wir uns am 4. Mai mit dem Thema „Wir in Europa“ in Soltau beschäftigen. Ein zweites Tagesseminar soll zum Thema „Antisemitismus in der Gesellschaft“ am 17. August in Buxtehude stattfinden.

Bei allen Seminaren legen wir großen Wert darauf, dass sich alle Seminarteilnehmer*innen wohl fühlen. Bei unseren Seminaren soll es keine ausgrenzenden, sexistischen, homophoben, antisemitischen, rassistischen oder beleidigende Aussagen im Allgemeinen geben.  Deswegen wird es bei allen unseren Seminaren ein Awarenessteam geben. Dieses soll paritätisch besetzt und für alle Teilnehmenden des Seminars zu jeder Zeit ansprechbar sein. Natürlich wollen wir bei den Seminaren auch eine Vernetzung ermöglichen. Das wird bei einer entspannten Atmosphäre am Abend und auch zwischen den Seminarparts bestimmt möglich.

Im letzten Jahr haben wir eine Gedenkstättenfahrt organisiert. Auch das wollen wir im kommenden Jahr bei Interesse im Herbst wieder tun.

Seminarpool & Referent*innenpool

Über das Jahr hinweg wollen wir den Seminar- und Referent*innenpool weiter ausbauen und immer online auf unserer homepage downloadbar und aktuell halten. Als Referent*innen können Bezirksvorstandsmitglieder, Jusos von anderen Ebenen, aus den Unterbezirken und Kreisvereinen, aber auch Personen außerhalb der Jusos fungieren. Diese können zu inhaltlichen Juso-Sitzungen mit Vorlaufzeit über uns angefragt werden, denn wir wollen dabei unterstützen, dass – so es gewünscht wird – bei Tagesseminaren, Klausurtagungen oder zB Neumitgliederabenden eine spannende Veranstaltung zu interessanten Themen auch organisiert werden kann, wenn es vor Ort keine*n Experten*in gibt. Diesen Referent*innen- und Seminarpool wollen wir auch an den SPD-Bezirk übermitteln, damit die Expert*innen von den Jusos ggf. auch darüber eingeladen werden können und die Stimme der Jusos bei verschiedensten Themen vermehrt gehört wird.

Der Pool wird bestehen aus sehr speziellen Themen, über Kurzeinführungen hinzu allgemeinen Zuständigkeiten.

Nachwuchsförderung

Als Bezirksvorstand ist es für uns ein wichtiges Anliegen, die Nachwuchsförderung stärker in den Vordergrund zu stellen. Dazu wollen wir Menschen, die Interesse an der Bezirksvorstandsarbeit haben, durch die Möglichkeit einen Artikel im Verbandsmagazin zu schreiben oder einen Seminarpart bei Seminaren zu übernehmen, besser einbinden.

Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Vorsitzenden der Unterbezirke und Kreisverbände vorgesehen. Nur mit Hilfe dieser, können wir gezielt interessierte Genoss*innen ansprechen und in die Arbeit des Bezirksvorstandes einbinden.

Wir wollen außerdem möglichst Transparent arbeiten, damit allen Genoss*innen klar ist, was der Bezirksvorstand macht und was seine Aufgaben sind. Bei Fragen oder Ideen wollen wir Ansprechpartner*innen sein.