Bezirksarbeitsprogramm

Bezirksarbeitsprogramm 2021-2022

 

 

“Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag“

Als Jusos Nord-Niedersachsen verstehen wir uns als verbandstragenden Bezirk der Jusos
bundesweit. Wir haben bisher in unserer Geschichte die Debatten und Inhalte unseres gesamten Verbandes bundesweit nachhaltig geprägt. Diesen Kurs werden wir fortsetzen und
uns dabei an unseren Zielen einer sozialistischen, feministischen und internationalistischen
Gesellschaft orientieren, in der es eine öffentliche Daseinsversorge und gleichsamen Umverteilung zum Wohle aller Menschen geben muss. Dabei werden wir unsere Grundwerte im
Herzen tragen und mit Mut voranschreiten.

In diesem Jahr 2021 sind die spannendsten Bundestagswahlen seit 72 Jahren. Kein*e Amtsinhaber*in tritt als Kanzler*in an und das Feld der Kandidierenden ist komplett offen. Gleich13 zeitig stehen mehrere Landtags- und in Niedersachsen u.a. auch Kommunalwahlen an. Die Verjüngung unserer Mutterpartei ist im vollen Gange und wir begrüßen es sehr, dass über 70 junge talentierte Menschen im Juso-Alter für Bundestagsmandate kandidieren. Wir sehen uns in der Verantwortung diesen Aufschwung auch dafür zu nutzen, endlich den Inhalten und Themen junger Menschen in diesem Land eine starke Stimme zu geben. Das heißt für uns vor allem auch, der SPD Druck zu machen die Themen nicht aus dem Fokus zu verlieren, die für unsere Generation und unsere Zukunft so wichtig sind. In kritischer Solidarität werden wir in der SPD darauf achten, einen richtigen Kurs einzuschlagen. Unsere SPD-Kandidierenden im Bezirk werden wir aktiv vor Ort unterstützen und dazu beitragen, gute Ergebnisse in ihren Wahlkreisen zu erzielen und den konkreten Themen von uns jungen Menschen in Nord-Niedersachsen damit eine stärkere Stimme im Bundestag geben

Die Corona-Pandemie wütet seit über einem Jahr auf der Erde. Nach wie vor sind wir in der Ausübung unserer Bildungsangebote und politischer Arbeit eingeschränkt. Zwar konnte ein großer Teil der politischen Arbeit und Willensbildung bisher auch online durchgeführt werden. Einige Unterbezirke und Kreisvereine sowie weitere Gremien wurden durch diese Umstellung aber auch zwangsweise inaktiv. Wir wollen unseren Bezirk wieder zusammenführen und stark machen. Bei der Ideenfindung für Themen, politische Angebote und Veranstaltung wollen wir, dass der Bezirk den UB/KVs eine Stütze sein kann und andersherum auch die UB/KVs in ihren Reihen aktiv auf die Angebote des BeVos hinweisen kann. Gemeinsam können wir so gleichsam wachsen und mehr junge Menschen für unsere wichtige Zukunftsarbeit
begeistern.

Auf Grundlage unserer Analyse zum Wahljahr 2021 und der Lage des Bezirks in der Corona Pandemie wollen wir in der nächsten Legislatur als Bezirksvorstand unsere Grundwerte als
Arbeitsgrundlage nutzen. Konkret wollen wir aus Sozialismus, Feminismus, Internationalismus und Antifaschismus unsere Inhalte für das kommende Jahr formen. Innerhalb jeder dieser Grundwerte können wir ein breites Spektrum an Themen behandeln: beispielsweise unter Antifaschismus Bildungsarbeit über die “Neue Rechte” oder rechtsextremen Siedler*innen im ländlichen Raum sowie unter Internationalismus bspw. Female Diplomacy bis hin zur Bedeutung von Chinas Entwicklung für Deutschland und Europa.

Die Covid-19 Pandemie hat die gesamte Arbeitsweise des Bezirksvorstandes geändert. So
setzen wir zum Beispiel in Zeiten, in denen Abstand geboten ist, vermehrt auf politische Bildungsangebote, die online stattfinden. Wir haben neue Formate ausprobiert und alte ausgebaut. Aufgrund des Infektionsgeschehens rund um die Covid-19 Pandemie wird es weiterhin Aufgabe des Bezirksvorstandes sein, zu überprüfen mit welchen Formaten wir weiterhin arbeiten wollen.

 

Feminismus

Als feministischer Richtungsverband ist und bleibt für uns klar: unser Feminismus ist antifaschistisch und intersektional. Es wird gewährleistet durch den Lila Leitfaden, dass wir alle Bereiche auch aus feministischer Perspektive betrachten. Wir wollen die Frauen*vernetzung weiterführen und ausweiten. Zudem wollen wir aktiv Frauen* ansprechen, ob diese an Veranstaltungen teilnehmen möchten.

Die Frauen*vernetzung soll einen geschützten Raum für den Austausch von Frauen* in unserem Bezirk ermöglichen und zur Weitergabe von Wissen und Skills dienen. Wir wollen Frauen* im Verband unterstützen. Wir wollen unser feministisches Wissen an den SPD-Bezirk weitergeben und so das Verständnis für Feminismus stärken und fördern

Wir wollen Awareness für Probleme schaffen u.a. dafür, dass wir weiterhin auch in unserem Bezirk männlich geprägt sind und sich patriarchale Strukturen zeigen. Wir wollen aufzeigen, dass diese Thematik nicht nur Frauen* betrifft, sondern auch Männer. Daher wollen wir Weiterbildungsangebote schaffen und an uns als Verband arbeiten. Wir wollen uns mit im Bundesverband diskutierten Themen beschäftigen wie z.B. Care-Arbeit und eigene inhaltliche Grundlagen schaffen.

Die Beschäftigung mit Feminismus darf auch nicht nur als Aufgabe für Frauen* betrachtet werden, sondern erfordert, dass sich Männer* durch Selbstreflexion ihrer Privilegien bewusstwerden und daraus Schlüsse für ein feministisches Handeln ziehen.

Wir werden auf noch vorhandene patriarchale Strukturen aufmerksam machen und dagegen ankämpfen, Weiterbildungsangebote schaffen und an uns als Verband arbeiten. Als prägen der Teil in der SPD Nord-Niedersachsen wollen wir gegen patriarchale Strukturen vorgehen. Es ist die Aufgabe des gesamten Bezirks und insbesondere die des Juso Bezirksvorstandes diese Strukturen zu bekämpfen.

 

Antifaschismus

Die Jusos Nord-Niedersachsen waren, sind und bleiben ein antifaschistischer Richtungsverband. Der Antifaschismus ist eines unserer Grundwerte und soll dieses Jahr unter anderem auch als einer der thematischen Schwerpunkte gesetzt werden. Aktuelle Geschehnisse zeigen erneut auf, wie wichtig es ist, gegen menschenverachtende, rassistische und antisemitische Aussagen und Taten vorzugehen. Die Anzahl rassistisch und antisemitisch motivierter Straftaten steigt weiterhin an. Politiker*innen, Journalist*innen und Personen des öffentli79 chen Lebens werden ebenfalls immer häufiger durch rechte Gruppierungen bedroht, weil sie sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte und gegen Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus und Hass einsetzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Aussagen als Meinungsbild der Mitte propagiert und mehrheitsfähig werden. Zuletzt zu beobachten war dies bei der Querdenker*innenbewegung, welche sich immer weiter nach rechts radikalisiert und nun vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Solche Bewegungen müssen skandalisiert werden. Es muss überall deutlich werden, dass wir solche Meinungsbilder unter keinen Umständen tolerieren. Wir stehen für eine offene Gesellschaft ein, in der alle selbstbestimmt leben dürfen sollten. Unter anderem durch antifaschistische Bildungsarbeit wollen wir dazu beitragen, dass Rassismus und Antisemitismus aktiv und präventiv entgegengewirkt wird. Wir möchten dafür sensibilisieren, Rassismus und Antisemitismus zu erkennen und aktiv dagegen einzutreten. Auch dadurch können wir dazu beitragen, dass die Strukturen des verwurzelten Rassismus und Antisemitismus durchbrochen werden. Darüber hinaus mussten wir in den letzten Jahren einen starken Rechtsruck in vielen Teilen Europas beobachten. Rechtskonservative- bis in Teilen faschistische Regierungen nehmen in Europa zu. Und auch Deutschland bleibt von diesem Rechtsruck, wie bereits analysiert, nicht verschont. Daher möchten wir uns für eine antifaschistische Gesellschaft und ein antifaschistisches Europa einsetzen und dafür kämpfen, der rechtskonversativen Entwicklung entgegenzuwirken.

 

Sozialismus

Die Politik, für die wir kämpfen, ist demokratisch und sozialistisch. Das Erbe der Krise nicht bloß zu verwalten, sondern Verhältnisse in Frage zu stellen, machen wir uns zur Aufgabe. Entscheidende Schlüsse aus der Finanzkrise konnten wir als Jusos in der gesellschaftlichen Wahrnehmung, in unserer Partei und auch in Regierungshandeln verankern. Auch mit einer Abkehr von Sparpolitik und dem beginnenden Wiederaufbau des Gemeinwesens, müssen wir feststellen, dass der Weg zu einer gerechten Gesellschaft noch lang ist. Mit Nonstop-Erreichbarkeit im Home-Office, Präsenzarbeit trotz Gefährdung durch das Virus oder auch massiven Einschränkungen des Privatlebens zu Gunsten von wirtschaftlicher Produktivität und zu Ungunsten von Beschäftigten, erleben wir neue Formen politisch unterstützter Ausbeutung. Auf der vergangenen BDK haben wir hierzu bereits erste Positionen verabschiedet, welche wir weiter vertiefen wollen. Dazu möchten wir nicht nur die Form von gegenwärtiger Beschäftigung analysieren und kritisieren, sondern auch die Substanz erkennen, indem wir die Sphäre des Digitalen ergründen. Wie der digitale Kapitalismus funktioniert und wie wir ein Primat der Politik über die digitalisierte Wirtschaft erringen können sind zentrale Fragen, mit denen wir uns im nächsten Jahr auseinandersetzen wollen. In diesem Rahmen möchten wir in unserer Bildungsarbeit theoretische Kenntnisse vermitteln.

 

Internationalismus

Wir wollen im Bereich unseres internationalistischen Grundwerts unsere Bildungsarbeit fortsetzen und die Beschlusslagen unseres Verbandes dynamisch fortentwickeln. Unseren Fokus wollen wir hierbei auf China, Postkolonialismus, Perspektiven für den Nahen Osten, internationale Finanzpolitik und globale Perspektiven für die Demokratien weltweit richten. All diese Themen sind in den letzten Jahren mehr oder weniger in den Fokus gerückt und werden die Debatten in der Zukunft relevant sein. Insbesondere zu China wollen wir mit kritischem Blick auf die Volksrepublik unsere Bildungsarbeit forcieren. Da globale Politik auch sehr viel mit Umverteilung und damit Finanzpolitik zusammenhängt, wollen wir in diesem Themenfeld die verschiedenen Aspekte beleuchten und Zukunftsperspektiven für eine global gerechte Umverteilungspolitik erarbeiten, die wir in den Bundesverband tragen wollen. Dieses Thema ist uns deshalb so wichtig, weil globale Veränderungen auch konkret hier vor Ort in Nord-Niedersachsen eine Rolle spielen – bisher erkennbar bei den Auswirkungen des Brexits auf unsere Seehäfen oder die Dynamik des internationalen Schiffsverkehrs, der die Debatte um die Elbvertiefung stark prägt. Zu all diesen Aspekten insgesamt wollen wir über unsere Formate und Bildungsangebote Austausch und Ideenentwicklung in unserem Bezirk voran bringen.

 

Bildungsarbeit

Die Bildungsarbeit ist einer der wichtigsten Bestandteile der Arbeit des Bezirksvorstands. Daher wollen wir auch im kommenden Jahr diverse Bildungsangebote schaffen. Diese wollen wir abwechslungsreich und einfach zugänglich gestalten. Dabei wollen wir sowohl Einstiegsthemen und Grundlagen behandeln, als auch spezifische Themen bespielen. Als wichtigstes Mittel der politischen Bildungsarbeit wollen wir weiterhin Seminare veranstalten. Die aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten Online-Seminare wollen wir weiterführen, da diese eine einfache Teilnahme, ohne großen Zeitaufwand oder eine Distanz, ermöglichen. Ob Präsenzseminare wieder möglich werden bleibt aufgrund der Pandemiesituation abzuwarten- Sollte dies der Fall sein werden wir auch dort wieder in die Planung einsteigen. Trotzdem wollen wir das Format der Online-Seminare weiter beibehalten. Die Seminarparts wollen wir sowohl selbst als Bezirksvorstand halten, als auch externe Referent*innen einladen, um unser Wissen und unsere Perspektive dauerhaft erweitern. Hierbei möchten wir auch die Unterbezirke und Kreisvereine stark einbinden, sowohl in der Beteiligung, als auch in der Art der Bildungsangebote, die wir schaffen.

 

Online-Formate

Durch die Corona-Pandemie, die in die Amtszeit des vorigen Bezirksvorstandes fiel, kam unseren Online-Formaten eine deutlich größere Bedeutung zu als es in vorigen Jahren der Fall war. Da auch unsere Präsenz-Formate in dieser Zeit nicht durchführbar waren, musste für digitalen Ersatz gesorgt werden. So wurde eine Reihe an Formaten, die früher in Präsenz durchgeführt wurden, in den digitalen Raum verlagert. Es fand eine Reihe an Online-Seminaren und Workshops statt, um die ausgefallenen Präsenz-Seminare zu ersetzen. Auch im kommenden Jahr möchten wir durch (Online-) Seminare mindestens ein Bildungsangebot pro Monat schaffen. Dabei wollen wir eine große Themenvielfalt bespielen. Durch unseren inhaltlichen Fokus auf die Grundwerte werden wir zu jedem Grundwert sowohl grundlegende als auch vertiefende Seminare durchführen, sodass jeder Grundwert in verschiedener Form behandelt wird.

Ebenso wurde unser Repertoire dahingehend um das Erklärvideo-Format erweitert, in denen wir verschiedene Sachverhalte visuell erklärt haben. Mit “NoNie FM” haben wir unseren eigenen Podcast ins Leben gerufen. Es wurden zu verschiedenen Themen Referent*innen eingeladen, diesen wurden dann zu den jeweiligen Themen befragt. Das bereits bestehende Verbandsmagazin wurde weitergeführt. Zudem haben wir Themenwochen auf Instagram eingeführt in welchen wir unterschiedliche Inhalte beleuchtet haben.

Wir behalten Trends und mediale Entwicklungen im Blick, durch die wir für weitere Formate offen sind und uns gleichzeitig je nach Reichweite und bestmöglichen Output überlegen,bisherige Formate fortzusetzen

 

Öffentlichkeitsarbeit

Für uns als Jusos Nord-Niedersachsen ist Social-Media eines der wichtigsten Mittel um unsere Mitglieder, aber auch politisch Interessierte zu erreichen. Deshalb legen wir großen Wert in unsere Öffentlichkeitsarbeit, und wollen wie bisher unsere Arbeit mit diesem Medium kontinuierlich fortsetzen. Die bisherigen Formate wie z.B. das Verbandsmagazin oder Seminare werden wir weiterhin über Instagram und Facebook kommunizieren und darauf aufmerksam machen. Zu den eigenen Inhalten werden wir in diesem Jahr auch gezielt auf die Umsetzung der Kampagne des Juso-Bundesvorstandes setzen, um so viele Menschen auf Juso-Themen aufmerksam zu machen. Um weiterhin Reichweite zu generieren und junge Menschen außerhalb der Juso/Politik Bubble zu erreichen, wollen wir in diesem Jahr auf Advertising setzen. So werden auch Menschen auf uns aufmerksam die vielleicht bisher noch keine Erfahrung mit den Jusos oder mit politischen Themen gemacht haben, und so ihr Interesse wecken. Neben der Arbeit auf Social-Media werden wir vermehrt auf Pressepräsenz (gemeinsam mit den UB/KVs) setzen, um auch analog Menschen in Nord-Niedersachsen erreichen zu können und (über-)regionale Themen und Inhalte zu teilen.

 

Awareness-Team

Auch im kommenden Jahr soll das Awareness-Team wieder fester Bestandteil unserer Arbeit im Bezirk sein. Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homo- oder Transphobie haben bei uns keinen Platz und wir wollen uns aktiv gegen jegliche Form der Diskriminierung einsetzen. Außerdem wollen wir aufkommende Konflikte mit gegenseitigem Respekt und Verständnis aus dem Weg räumen. Als Ansprechpartner*innen dafür soll es auch weiterhin ein Awareness-Team geben. Das Awareness-Team soll für alle Mitglieder der Jusos im Bezirk dauerhaft ansprechbar sein. Auch auf unseren Präsenzveranstaltungen soll es immer ein AwarenessTeam geben. Dadurch wollen wir dafür sorgen, dass sich jede*r auf und außerhalb unserer Veranstaltungen wohl fühlt.

 

Bundestagswahl

Die diesjährige Bundestagswahl hat zum aktuellen Zeitpunkt noch einen sehr ungewissen Ausgang. Für uns ist klar, dass wir für die Möglichkeit eines progressiven Bündnisses in der Regierung dieses Jahr kämpfen wollen. Es ist Zeit für einen Umbruch. Auch möchten wir dafür kämpfen, dass unsere Region wieder besser gesehen wird. Der ländliche Raum und andere Themen, die Nord-Niedersachsen betreffen, müssen im Bundestag eine stärkere Stimme bekommen. Daher werden wir unsere Kandidierenden in den Wahlkreisen unterstützen zu müssen auf Basis der Vorarbeit des amtierenden Bezirksvorstandes und nach unseren Möglichkeiten einen Jugendwahlkampf auf die Beine stellen. Im Wahlkampf wollen wir die Unterbezirke und Kreisvereine bestmöglich bei ihren eigenen Aktionen und Vorhaben unterstützen. Das möchten wir sowohl digital als auch in Präsenz tun, sollte das möglich sein. Dafür möchten wir unter anderem beim Thema Social Media unterstützen. Für den Präsenzwahlkampf möchten wir Vernetzungsarbeit leisten und eine Guerilla-Gruppe erstellen, um möglichst viele Genoss*innen zu erreichen. Zusätzlich dazu wollen wir dann auch selbst bei Aktionen vor Ort sein und in Person unterstützen. Außerdem möchten wir eigene Materialien erstellen und designen. Des Weiteren planen wir mit jedem unserer Bundestagskandidaten eine Online-Veranstaltung.

 

Kommunalwahl

Auch im Kommunalwahlkampf möchten wir die Unterbezirke und Kreisvereine bestmöglich unterstützen. Für uns steht fest: Politik wird auch vor Ort gemacht. Nirgends bietet sich uns eine bessere Möglichkeit, die Zukunft unserer Gemeinden und Regionen aktiv zu beeinflussen als in der Kommunalpolitik. Um unsere Region nach vorne zu bringen brauchen wir progressive Stimmen in den Kommunalparlamenten. Wir brauchen mehr junge Leute, die sich engagieren und die dadurch Zukunftsperspektiven schaffen und für Anliegen junger Menschen kämpfen. Daher freuen wir uns über jede*n Juso, der*die sich dazu entschlossen hat, bei der Kommunalwahl zu kandidieren und wir möchten gerade diese Kandidierenden aktiv im Wahlkampf unterstützen. Das soll sowohl vor Ort als auch digital, durch beispielsweise Vernetzungs- oder Weiterbildungsangebote. Dadurch wollen wir dir Kandidierenden unterstützen und vorbereiten. Jusos gehören in die Parlamente und dafür wollen wir mit euch kämpfen!

 

Zusammenarbeit mit anderen Juso-Ebenen

UB/KVs

Als Jusos Nord-Niedersachsen sehen wir es als Kernanliegen, gemeinsam mit den Unterbezirken und Kreisvereinen unsere Inhalte zu fördern. Wir möchten aktiver auf die verschiedenen Angebote und Inhalte unserer UB/KVs hinweisen und uns gegenseitig unterstützen. Damit das gelingen kann werden wir über den normalen Austausch hinaus unsere BeVo+ Schalten in regelmäßigen Abständen fortsetzen. Die Regelmäßigkeit der gemeinsamen Gespräche kann mit den UB/KVs festgelegt werden. Um die Mitglieder an der Basis in den notwendigen Austausch untereinander zu bringen verstehen wir es als Selbstverständlichkeit an, unsere Seminare fortzusetzen und aktiv alle Bildungsangebote in den UB/KVs zu bewerben. In den ersten Wochen unserer Amtszeit sehen wir es vorweg als hauptsächliches Anliegen die Bundestags- und Kommunalwahl Kampagnen in unserem Bezirk zu unterstützen.

Über die Wahlen hinaus wollen wir damit fortsetzen und noch intensiver festlegen, Vertrer*innen aus den UB/KVs in die Formate des BeVos einzubinden. So können wir zu den verschiedensten Themen in unserem vielfältigen Bezirk eine breite Expertise und abwechslungsreichen Content generieren, um weitere junge Menschen für unsere Ideen zu begeistern. Darüber abschließend hinaus wollen wir uns weiterhin als Serviceebene für unsere UB/KVs betrachten.

Niedersächsische Bezirke/Bremen

Mit den anderen niedersächsischen Bezirken und der Landesorganisation Bremen wollen wir eine vertrauensvolle und auf Gleichberechtigung basierte Zusammenarbeit aufrechterhalten. Wir werden auch in diesem Jahr unsere gemeinsame Delegation auf dem Bundeskongress der Jusos reflektieren und auf Grundlage dessen erneut eine Delegation der niedersächsischen Bezirke, auch gerne in der Zusammenarbeit mit Bremen, auf dem Bundeskongress anstreben.

LaVo

Wir wollen weiterhin mit den Mitgliedern des Landesvorstands aus Nord-Niedersachsen einen engen Austausch beibehalten, um uns gegenseitig über die jeweilige Vorstandsarbeit zu informieren. Über unsere Landesvorstandsmitglieder wollen wir die Position unseres Bezirks auf die Landesebene tragen und durch gemeinsame Projekte mit jungen und Juso-nahen Landtagsabgeordneten die Zusammenarbeit intensivieren. Mit der Bitte, dass auch der Landesvorstand die Arbeit der Bezirke bewirbt, wollen wir ebenso dafür sorgen, Mitglieder aus Nord-Niedersachsen auf die Bildungs- und Teilnahmeangebote des LaVos hinzuweisen. Gleichzeitig werden wir weiterhin anbieten unsere Mitglieder aktiv in die Gestaltung von Inhalten des LaVos einzubinden.

Bundesebene

Mit der Bundesebene wollen wir weiterhin vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir wollen, dass die Positionen und Inhalte aller Verbände im Bundesvorstand gleichberechtigt vorkommen und ernst genommen werden. Über die Telefonkonferenzen mit dem Bundesvorstand und die stellv. Bundesvorsitzende für die niedersächsischen Bezirke wollen wir das sicherstellen. Ebenso wollen wir einen engen Austausch mit unserem Mitglied im Bundesvorstand führen und somit auch in die Arbeit des Bundesvorstands hineinwirken. Die Veranstaltungen der Bundesebene wollen wir weiterhin durch Jusos aus unserem Bezirk mit besuchen. Weiterhin werden wir uns deshalb auch in den Bundesprojekten des BuVos zu Armut und Sozialstaat, Sozialökologischer Transformation, demokratisierte Wirtschaft und der Vernetzung Internationales mit unseren jeweiligen Fachexpert*innen beteiligen.

Verhältnis zum SPD-Bezirk

Als Juso Bezirk arbeiten wir in kritischer Solidarität, fair und auf Augenhöhe mit dem SPD Bezirk zusammen. Wir verstehen uns nach wie vor als prägender Teil des SPD Bezirks und wollen diese Rolle auch angemessen wahrnehmen. Dies tun wir in dem wir weiterhin dafür sorgen, junge Menschen in dem Vorstand zu halten, die sich in die Inhalte des Bezirks einbringen. Durch einen aktiven Austausch von Jusos und SPD können wir uns auch so gegenseitig unterstützen. Es bleibt weiterhin unser Ziel, ein für unseren Arbeitsaufwand angemessenes Budget zu erhalten

Strategie Frauenförderung

Die Arbeit, die im Bezirk bisher zur Frauen*vernetzung geleistet wurde, soll fortgeführt und ausgebaut werden. Durch gezieltes Frauen*-Empowerment sollen Frauen* dazu motiviert und ermutigt werden, sich aktiver im Bezirk einzubringen und an Veranstaltungen teilzunehmen. Im Rahmen der Vernetzungen sollen regelmäßig Videokonferenzen oder Telefonkonferenzen stattfinden. Dabei können allgemeine Fragen und Anliegen geklärt werden. Weiterhin wollen wir Workshops anbieten. Bei den Workshops sollen verschiedene grundlegende Inhalte vermittelt werden. Beim Ausbau der Frauen*vernetzung wollen wir auch verstärkt mit den Unterbezirken und Kreisvereinen zusammenarbeiten und sie in die Prozesse mit einbinden